Regenwasser sammeln in der Regentonne

13. August 2015 | Von | Kategorie: Spartipps

Wer Regenwasser sammeln möchte, kann dies direkt neben seinem Gewächshaus oder Gemüsegarten tun. Regentonnen eignen sich hervorragend, um Regenwasser zum Pflanzen gießen aufzufangen. Durch das so gewonnene Gießwasser lässt sich der Wasserverbrauch des Haushaltes, je nach Bedarf im Garten, erheblich reduzieren.

Regenwasser aufzufangen ist also ökologisch sinnvoll und macht sich im Geldbeutel bemerkbar. Außerdem macht es Spaß, Gießwasser im Garten immer griffbereit zu haben. Regenwasser tut den Pflanzen gut, denn es hat meist weniger Kalk als Leitungswasser. Die alternative Gartenbewässerung mit Regenwasser entlastet auch die örtliche Wasserversorgung. Damit ist sie gleichsam ökologisch und umweltgerecht.

Hier lässt sich das Wasser aus der Regentonne sinnvoll nutzen

Hier lässt sich das Wasser aus der Regentonne sinnvoll nutzen

Regenwasser sammeln leicht gemacht

Regentonnen gibt es im Baumarkt und im Gartencenter in unterschiedlichen Ausführungen zu kaufen, sie lassen sich aber auch selbst herstellen. Gebrauchte Weinfässer sind eine optisch ansprechende Alternative zu Kunststoffbehältern. Ein Eichenfass ist dekorativ und sehr stabil. Es sieht im modernen Garten ebenso ansprechend aus wie im Naturgarten.

Zur bequemen Wasserentnahme kann es mit einem Wasserhahn ausgestattet werden. Ohne Wasserhahn wird das Wasser einfach von oben her ausgeschöpft, was allerdings für ältere Menschen umständlicher ist und mehr Aufwand bedeutet. Für sie lohnt es sich in jedem Fall, über die Investitionen eines Wasserhahnes nachzudenken. Beim Einbau des Hahns muss daran gedacht werden, dass eine Gießkanne bequem darunter passt. Ein abnehmbarer Deckel mit Griff schützt vor Ungeziefer und Verschmutzungen von oben.

Pflanzen gießen mit Wasser aus der Regentonne

Kunststoffgefäße sind winterfest und fassen in der Regel 200 Liter Flüssigkeit. Ein Laubfanggitter über der Dachrinne verhindert, dass sich unerwünschtes Laub in der Dachrinne oder Regentonne sammelt. Das Regenwasser kann natürlich auch in einer unterirdischen Zisterne gesammelt werden. Diese Methode erfordert allerdings deutlich mehr Arbeitsaufwand. Eine Regentonne unter der Dachrinne erfüllt den gleichen Zweck. Durch einen Überlaufstopp wird verhindert, dass die Tonne überläuft. Ist sie voll, wird das überschüssige Wasser einfach in die Kanalisation geleitet. Zur Vermeidung des Überlaufs ist auch eine terrassenförmige Anordnung unterschiedlich großer Tonnen sinnvoll.

Alte Plastikfässer für das Speichern von Regenwasser umfunktioniert

Alte Plastikfässer für das Speichern von Regenwasser umfunktioniert

Ob aus Plastik, kaschiertem Metall oder Holz, das Auffangprinzip für Niederschlagswasser in einer Tonne ist immer ähnlich. Die Tonnen können mit einem Fundament fest verankert sein oder einfach lose an die Hauswand gestellt werden. Wer mehrere Tonnen miteinander verbinden möchte, sollte die Verbindungsrohre immer am unteren Teil anbringen. So bleibt der Wasserspiegel in allen Tonnen gleichmäßig hoch.

Die Regentonne aus Plastik für den Hintergarten

In vielen Wohnhäusern ist der Garten an geschützter Stelle angelegt. An solchen Orten ist die Optik nicht unbedingt ein Problem, sodass auch eine einfarbige Plastiktonne für das Auffangen von Regenwasser hergenommen werden kann. Die einfache Überdachung eines Holzschuppens ist geeignet, um Regenwasser über einfache Dachrinnen aufzufangen.

Fällt längere Zeit kein Regen, wie zum Beispiel jetzt in diesem heißen Sommer 2015, sollte der Zulauf in die Regentonne über das Fallrohr vor dem nächsten Regen kurzzeitig entfernt werden, damit der nächste Regen die Ablagerungen, die sich auf auf dem Dach, in der Regenrinne und natürlich auch die Schwebeteilchen aus der Luft weg gewaschen sind. Hier können sich im Laufe der Zeit auch gesundheitlich bedenkliche Ablagerungen gebildet haben, die möglichst nicht mit aufgefangen werden sollten. Die zu Regentonnen umgebauten Behältnisse sollten möglichst vollständig bedeckt sein, etwa mit Holzabdeckungen, wie in der obigen Abbildung zu sehen, da sie ansonsten zu idealen Brutstätten für Stechmücken werden und das Wasser durch herabfallendes Laub verschmutzt wird.

Gebührenordnung für die Nutzung von Regenwasser

Wird das aufgesammelte Regenwasser nur für das Gießen von Blumen und anderen Nutzpflanzen im Garten verwendet, so sollten für den Haushalt keine zusätzlichen Gebühren für Brauchwasser anfallen. Werden für die Regenwassernutzung größere Mengen Regenwasser aufgefangen und gespeichert und das so gewonnene Wasser für Zwecke wie der Speisung der Spülmaschine oder der WC-Spülung zugeführt werden, so fallen voraussichtlich zusätzliche Abwassergebühren an. In solchen Fällen muss die zuständige Gemeindeverwaltung zur weiteren Abklärung der örtlichen Bestimmungen konsultiert werden. Die Berechnung vom Brauchwasser ist auf den Wasserverbrauch eines Haushaltes abgestimmt und wird darauf berechnet. Mit der Nutzung vom Regenwasser für die WC-Spülung würde auf der einen Seite eine größere Menge von zugeführtem Leitungswasser eingespart, die Menge des Brauchwassers aber nach wie vor in einer Größenordnung anfallen. Die Gemeinde muss also nach wie vor die Kapazitäten für die Abführung der gesamten Menge von anfallendem Brauchwasser zur Verfügung stellen.

Volle Regentonne im Garten

Bild 3: Volle Regentonne im Garten

Eine Regentonne selber bauen – für die rustikale Optik

Wer eine Regentonne selber bauen möchte, muss zunächst ihren Standort berücksichtigen. Daraus ergibt sich die Länge des Rohrsystems, das von der Regenrinne bis zum Fass führen soll. Am leichtesten lässt sich eine Regentonne aus Holz realisieren. Rustikale Eichenfässer sind sehr beliebt, denn viele stören sich an der grünen oder blauen Farbe von Plastikfässern. Um dies zu verdecken, kann eine runde Plastiktonne beispielsweise mit Holz verkleidet werden. Die Verkleidung, die durchaus ihren Reiz hat, besteht aus schichtweise übereinander gezimmerten Balken.

Zum Regenwasser sammeln eignen sich sowohl alte als auch neue Fässer. Aus dem Deckel eines neuen Komplettfasses muss ein Ausschnitt für den Zulauf ausgesägt werden. Zur Verbindung von Fässern ohne Deckel mit dem Regenrohr machen Rohrdurchführungsmuffen Sinn. Ein neues Fass sollte mit Holzschutzmitteln lasiert werden, bevor es an die Wasserleitung angeschlossen wird. Welche Variante gewählt wird, hängt immer auch mit dem persönlichen Geschmack zusammen. Holzlösungen sind dekorativ und natürlich und, wenn sie richtig gepflegt werden, genauso langlebig wie Kunststoff.

Bildquellen:

Bild 3: Volle Regentonne im Garten, © schulzie, www.fotolia.com

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