Anschließen der Waschmaschine am neuen Standort

15. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Allgemein

Wasser hat schon viele Wohnungen ruiniert. Fußböden, Teppiche, Möbel und anderer Hausrat können binnen kürzester Zeit unbrauchbar werden und bringen neben dem Zeitaufwand für die Behebung der Schäden auch noch massive Unkosten mit sich.
Diese Art von Schäden werden nicht nur durch Überschwemmungen, einer schlechten Kanalisierung oder durch unerwartete Frostschäden hervorgerufen, sondern haben oft eine ganz einfache Ursache, die allerdings durch etwas Sorgfalt und dem eigenen Hinzutun weitestgehend vermieden werden können. Es dreht sich dabei um den richtigen und möglichst sicheren Anschluss einer Waschmaschine.

Selber machen, oder den Fachmann hinzuziehen

Beim Kauf einer Waschmaschine wird der professionelle Anschluss in der Regel vom Lieferservice erledigt und ist oft als Dienstleistung im Kaufpreis inbegriffen. Beim Umzug in die Eigentumswohnung, oder anderen Anlässen von Wohnungswechseln ist eine solche Dienstleistung ohne Unkosten normalerweise nicht realisierbar. Der Eigentümer wird daher solche vermeintlich einfachen Arbeiten selbst erledigen wollen, um Geld zu sparen.

Wenn die neue Wohnung oder das Eigenheim über eine Waschküche verfügt, dann sind die erforderlichen Dinge wie der Wasserzulauf und eine spezielle Vorrichtung für die Abführung vom Brauchwasser vorhanden, wie in der Abbildung zu sehen ist.

Ein kombinierter Wasserhahn mit einem separaten Anschluss für die Waschmaschine ist dabei vorteilhaft. Wichtig ist es, dass die Wasserzufuhr durch einen eigens dafür vorgesehenen Drehknopf auf – oder zugedreht werden kann. Dadurch kann sichergestellt werden, dass im ‚Standby‘ kein Wasser über einen defekten Waschmaschinenschlauch austreten kann und die Wohnung überschwemmen wird.

Konkrete Schritte beim Anschluss einer Waschmaschine

Im ersten Arbeitsschritt wird der Wasserschlauch von der Waschmaschine mit der Wasserzufuhr am Aufstellungsort verbunden. Die Schlauchverschraubung wird dazu mit dem ¾ Zoll Schraubgewinde am Wasserhahn, oder einer Kombi-Version aufgeschraubt.Konkrete Schritte beim Anschluss einer Waschmaschine

Im ersten Arbeitsschritt wird der Wasserschlauch von der Waschmaschine mit der Wasserzufuhr am Aufstellungsort verbunden. Die Schlauchverschraubung wird dazu mit dem ¾ Zoll Schraubgewinde am Wasserhahn, oder einer Kombi-Version aufgeschraubt.

Steht am Aufstellungsort ein Wasserablauf zur Verfügung, ähnlich, wie in der ersten Abbildung dargestellt, so ist der Ablaufschlauch von der Waschmaschine damit zu verbinden. Für diesen Zweck gibt es spezielle Verbindungsstücke, mit deren Hilfe dieser Teil der Installation perfekt durchgeführt werden kann. Besondere Sorgfalt sollte dabei auf die Ankopplung des Verbindungsstückes mit dem Ablaufschlauch gelegt werden. Nachdem das Verbindungsstück in den Wasserschlauch eingeführt wurde, muss der Verbindung mit einem Klemmring zusätzlicher Halt gegeben werden, damit sie durch Erschütterungen beeinträchtigt wird. Nach vielen Schleudervorgängen durch die Waschmaschine kann sich nämlich der Schlauch auf die Dauer lösen mit der Folge, dass das Brauchwasser sich in die Wohnung ergießt und nicht im Abflussrohr.

Sicherer Ablauf für das Brauchwasser

Ist im Badezimmer, in der Waschküche oder an dem Aufstellungsort der Wahl kein spezieller Wasserablauf vorgesehen, so hilft auch ein Waschbecken. Am Abwasserschlauch ist meistens eine Plastikschlauchführung angebracht, die speziell für solche Fälle vorgesehen ist. In der Abbildung ist die Plastikschlauchführung über eine darin vorgesehene Öse mit dem Waschbecken verschraubt. Alternativ darf es auch eine Schnur, oder eine Metallkette sein, die das Schlauchende mit dem Wasserhahn verbindet und damit sicherstellt, dass das Brauchwasser seinen Weg in das Waschbecken findet.

Unabhängig von allen Bemühungen, den unerwünschten Wasseraustritt aus Waschmaschinen zu verhindern gibt es gute Gründe, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Liegt der Standort der Waschmaschine in den oberen Stockwerken von einem Hochhaus, so werden schnell andere Hausbewohner von einem solchen Missgeschick mitbetroffen. Professionelle Geräte wie eine Waschmaschine von Siemens gibt es mit zusätzlichen Leistungsmerkmalen, wie beispielsweise der sogenannten Aquastop Funktion. Durch das Ansprechen von einem Sicherheitsventil wird im Falle einer defekten Zuleitung die weitere Wasserzufuhr automatisch gestoppt.

Waschmaschine anschließen mit stabiler Bodenlage

An manchen Standorten für eine Waschmaschine gibt es zuweilen Unebenheiten oder leichte Schrägen im Boden. Diese rühren davon her, dass für Abflüsse, die im Boden integriert sind, ein Gefälle vorzusehen war. Um dennoch eine gute Standfestigkeit und eine stabile, waagrechte Lage zu gewährleisten, besitzt jede Waschmaschine verstellbare Füße, die mit einem speziellen Schraubschlüssel je nach Bedarf in die eine oder andere Richtung justiert werden können. Solche Arbeitsschritte werden leicht vergessen oder schlicht ignoriert. Man sollte sich jedoch immer darüber bewusst sein, dass eine Waschmaschine im Betrieb starken Belastungen ausgesetzt ist. Das gilt insbesondere für den Schleudervorgang. Die stabile Lage auf dem Boden kann sehr schnell durch einen einfachen “Wackeltest“ festgestellt und entsprechend korrigiert werden. Das Lebenszyklus der Waschmaschine kann durch eine sorgfältige Installation über mehrere Jahre verlängert werden. Mit der Wasserwaage, die zu der Grundausstattung von einfachen Werkzeugen zählt und in jeden Haushalt gehört, kann die korrekte Lage schnell überprüft werden.

Gewissenhafte Eigenleistung für eine wichtige Funktion

Steht die Waschmaschine an einem sicheren Aufstellungsort, an dem die wichtigen Voraussetzungen gegeben sind und an dem eventuell sogar ein zusätzlicher Abfluss im Boden integriert ist, dann gibt es auch keine Gründe zur Besorgnis, vorausgesetzt, dass der Anschluss sorgfältig gemacht wurde. Je nach Umständen ist der verantwortliche Eigentümer jedoch gehalten, seiner Aufsichtspflicht nachzukommen. In einem Mehrfamilienhaus, oder einem Hochhaus sollte die Waschmaschine ohne Aufsicht nicht in Betrieb sein, damit im Ernstfall ein schnelles Eingreifen möglich ist.

Eine einfache Maßnahme nach der Beendigung von einem Waschzyklus wird häufig vergessen, und das ist das Zudrehen vom Wasserhahn, über die die Wasserzufuhr zur Waschmaschine ermöglicht wird. Gerade diese Nachlässigkeit führt zu vielen Wasserschäden in Wohnungen, die durch Waschmaschinen verursacht werden.

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